Haushalt

Smarte Lampen

Du schraubst sie statt normaler Glühbirnen in deine Lampen. Dann steuerst du dein Licht per App, Schalter oder Sprache, und es geht nach deinem Plan an und aus.

Morgens wird es langsam hell, abends geht das Licht selbstständig an und wird gemütlich warm. Mit einem Fingertipp holst du dir die passende Stimmung zum Kochen, Lesen oder für den Filmabend. Und wenn du aus dem Haus gehst, schaltest du mit einem Tipp alles aus, auch noch von unterwegs.

spart Mühe
Meine Empfehlung Philips Hue White & Color Ambiance Starter-Set mit Bridge Pro Preisklasse: Oberklasse

Lieber günstiger? Ohne Zentrale

Meine Erfahrung
„Ich nutze Philips Hue seit etwa zehn Jahren und liebe es. Am meisten nutze ich Szenen, so habe ich immer genau die Lichtstimmung, die ich gerade will. Mit der neuen Funktion MotionAware gehen die Lampen selbstständig an, sobald sich im Raum jemand bewegt. Außerdem nutze ich die Lichtschalter von Hue, die viel mehr Funktionen bieten als normale Lichtschalter.“
Lukas, Autor dieser Seite
So wird dein Licht richtig bequem

Ein paar Einstellungen machen den größten Unterschied:

  1. Lass den normalen Lichtschalter immer an und kleb dir einen smarten Schalter daneben, bei Hue zum Beispiel den Smart Button aus dem Starter-Set. Er hält mit einem Klebestreifen, du brauchst keinen Elektriker
  2. Leg dir Szenen an, zum Beispiel hell zum Kochen, warm zum Entspannen und gedimmt für den Filmabend
  3. Lass das Licht morgens mit einem Zeitplan langsam heller werden, dann wachst du nicht im Dunkeln auf
  4. Mit der Hue Bridge Pro und mindestens drei Hue-Lampen in einem Raum geht das Licht mit MotionAware selbstständig an, sobald du hereinkommst

Was es dir abnimmt

So viel Mühe sparst du
Bisher
Mit smarten Lampen
Mit normalen Lampen
  • Abends tastest du im Dunkeln nach dem Lichtschalter
  • Das Licht ist immer gleich, egal ob du kochst oder entspannst
  • Unterwegs fällt dir ein, dass zu Hause noch Licht brennt
Mit smarten Lampen
  • Das Licht geht nach deinem Plan oder bei Bewegung selbstständig an
  • Mit einem Fingertipp holst du dir die passende Lichtstimmung
  • Mit einem Tipp in der App machst du alles aus, auch von unterwegs
Passt zu dir, wenn …
  • Du willst per Fingertipp die passende Lichtstimmung, zum Beispiel zum Kochen, Lesen oder für den Filmabend
  • Das Licht soll morgens und abends selbstständig an- und ausgehen
  • Du vergisst manchmal, das Licht auszumachen, wenn du aus dem Haus gehst
  • Du wohnst zur Miete: Du schraubst sie einfach statt der alten Glühbirnen rein und nimmst sie beim Auszug wieder mit
Ehrlich gesagt
  • Smarte Lampen kosten deutlich mehr als normale LED-Lampen. Du zahlst vor allem für die Bequemlichkeit
  • Auch ausgeschaltet brauchen sie ein wenig Strom, damit sie auf dich hören. In der EU sind höchstens 0,5 Watt pro Lampe erlaubt, mehr dazu unten in den Fragen
  • Schaltest du sie am normalen Lichtschalter aus, reagieren sie nicht mehr auf App und Sprache. Lass den Schalter darum an und nimm einen smarten Schalter dazu, wie im Tipp unten
  • Für alle Funktionen von Philips Hue brauchst du eine Bridge, die einmal extra kostet. In den Starter-Sets hier ist sie schon dabei

Welches Modell passt zu dir?

Für jede Preisklasse eine Empfehlung. Den aktuellen Preis siehst du jeweils bei Amazon.

Diese Lampen funken an eine kleine Zentrale, bei Philips Hue heißt sie Bridge. Du verbindest sie mit deinem Router, und in den Starter-Sets hier ist sie schon dabei. Dafür bekommst du die meisten Funktionen: Zeitpläne, Szenen, Steuerung von unterwegs und viel Zubehör wie Schalter und Bewegungsmelder. Philips Hue mit Bridge war bei Stiftung Warentest (Heft 2/2024) Testsieger.

Günstig

Philips Hue Essential Starter-Set

  • Bridge und vier Lampen mit Farbe und Weißtönen in einem Set
  • Gleiche App und gleiches System wie bei den anderen Hue-Lampen, du kannst später alles dazunehmen
  • Kräftige Farben: Bei nextpit und TechRadar sahen sie kaum anders aus als bei den teureren Hue-Lampen
  • Funktioniert mit Alexa, Google und Apple Home

Für dich, wenn du mehrere Lampen günstig mit Hue ausstatten willst.

Ehrlich gesagt

Sie lässt sich nur bis auf 2 Prozent herunterdimmen, die teureren Hue-Lampen bis auf 0,2 Prozent. Für ein ganz sanftes Wecklicht war sie TechRadar darum zu hell. Mit der Bridge aus diesem Set gibt es kein MotionAware, dafür brauchst du die Bridge Pro. Und laut Hersteller hat sie die Energieklasse F, die teureren Hue-Lampen D. Ausgeschaltet braucht sie 0,5 Watt, die Lampen im Set mit Bridge Pro nur 0,1 Watt.

Meine Empfehlung
Oberklasse

Philips Hue White & Color Ambiance Starter-Set mit Bridge Pro

  • Testsieger bei Stiftung Warentest (gut, Note 2,0, Heft 2/2024). Getestet wurde die Vorgängerlampe mit der normalen Bridge
  • Mit MotionAware werden deine Lampen zum Bewegungsmelder: Ab drei Lampen in einem Raum geht das Licht an, wenn du hereinkommst
  • Lässt sich sehr weit herunterdimmen, bis auf 0,2 Prozent, und hat viele Weißtöne von sehr warm bis kühl
  • Großes System: Schalter, Bewegungsmelder, Lichtleisten und Lampen für draußen passen dazu, auch mit Alexa, Google und Apple Home

Mein Tipp, wenn du dein Licht richtig smart machen willst. Ich nutze Philips Hue selbst, mehr dazu unter „Meine Erfahrung“.

Ehrlich gesagt

Es ist das teuerste Set hier. Die neue Lampengeneration braucht laut Hersteller rund 40 Prozent weniger Strom als die getestete. Die Bridge Pro steuert laut Hersteller über 150 Lampen und verbindet sich per Kabel oder WLAN mit deinem Router.

Fragen und Antworten

Mit oder ohne Zentrale: Was passt zu mir?

Ohne Zentrale ist der einfachste Einstieg: Lampe reinschrauben, mit dem WLAN oder dem Handy verbinden, fertig. Das passt, wenn du erst mal ein oder zwei Lampen smart machen willst. Mit Zentrale zahlst du am Anfang mehr, bekommst dafür aber die meisten Funktionen und viel Zubehör, zum Beispiel Schalter und Bewegungsmelder. Das lohnt sich vor allem, wenn du mehrere Räume ausstatten willst. Bei Philips Hue kannst du auch ohne Bridge anfangen und sie später dazunehmen.

Geht Philips Hue auch ohne Bridge?

Ja, per Bluetooth. Dann steuerst du bis zu zehn Lampen direkt mit dem Handy, laut Hersteller etwa zehn Meter weit. Von unterwegs geht das nicht, und Zeitpläne, Routinen und Zubehör kannst du nur eingeschränkt nutzen. Die meisten Hue-Lampen funktionieren auf beide Arten. Darum kannst du die Bridge jederzeit dazunehmen und deine Lampen behalten.

Bridge oder Bridge Pro?

Die normale Bridge steuert bis zu 50 Lampen und 12 Zubehörteile wie Schalter, und sie hängt per Kabel an deinem Router. Die Bridge Pro schafft laut Hersteller über 150 Lampen und 50 Zubehörteile, sie verbindet sich auch per WLAN, und nur mit ihr gibt es MotionAware. Brauchst du MotionAware nicht, reicht für den Anfang die normale Bridge, wie im Essential-Set.

Was ist MotionAware?

Damit werden deine Hue-Lampen selbst zum Bewegungsmelder. Bewegt sich jemand im Raum, ändern sich die Funksignale zwischen den Lampen, und das Licht geht an. Du brauchst dafür die Bridge Pro und mindestens drei Hue-Lampen im selben Raum, einen extra Bewegungsmelder nicht. Laut Hersteller machen fast alle Hue-Lampen mit, nur manche ältere Modelle nicht. Für dein Licht kostet MotionAware nichts extra, nur für Warnungen aufs Handy verlangt Hue ein Abo. Wände zwischen den Lampen können stören. Und damit dein Haustier das Licht nicht anmacht, stellst du MotionAware in der App weniger empfindlich ein.

Brauchen smarte Lampen auch Strom, wenn sie aus sind?

Ja, ein wenig, denn sie warten auf deine Befehle. In der EU darf eine smarte Lampe dafür seit September 2021 höchstens 0,5 Watt brauchen. Das sind gut 4 Kilowattstunden im Jahr, bei 37 Cent pro Kilowattstunde, dem Schnitt in Deutschland, also rund 1,60 € pro Lampe. Die Lampen im Hue-Set mit Bridge Pro brauchen dafür laut Hersteller nur 0,1 Watt, die günstigere Hue Essential 0,5 Watt. Für eine Lampe, die kaum an ist, zum Beispiel im Abstellraum, nimmst du darum lieber eine normale LED-Lampe.

Was passiert, wenn ich den normalen Lichtschalter ausschalte?

Dann hat die Lampe keinen Strom und reagiert nicht mehr auf App, Zeitplan oder Sprache. Lass den Schalter darum an und schalte über die App oder einen smarten Schalter. Den Schalter von Hue klebst du einfach an die Wand, zum Beispiel direkt neben den alten. Es gibt auch Module, die hinter den normalen Lichtschalter kommen. Dafür arbeitest du aber an der Stromleitung, das überlässt du im Zweifel einem Elektriker.

Was passiert, wenn das Internet ausfällt?

Mit der Hue Bridge kannst du dein Licht laut Hersteller auch ohne Internet steuern. Die WLAN-Lampen reagierten im Test von Stiftung Warentest dagegen nur verzögert, wenn das Internet weg war. Und dein normaler Lichtschalter funktioniert in jedem Fall weiter.

Passen sie in meine Lampen?

Schau auf die Fassung deiner alten Glühbirne. Die meisten Lampen haben die große Schraubfassung E27, dafür sind die Lampen hier. Für die kleine Fassung E14 und für Spots mit GU10 gibt es Hue und WiZ auch, achte dann beim Kauf auf die Fassung im Namen.

Und in Österreich und der Schweiz?

In Österreich ist alles wie in Deutschland. In der Schweiz passen die Lampen genauso, E27, E14 und GU10 sind dieselben Fassungen. Philips Hue und WiZ bekommst du auch bei Schweizer Händlern. Bestellst du in Deutschland, schau bei der Bridge auf den Stecker ihres Netzteils: Ein flacher Eurostecker mit zwei dünnen Stiften passt auch in Schweizer Steckdosen, ein dicker Schuko-Stecker nicht.

Wie hast du die Lampen ausgewählt?

Ich nutze Philips Hue selbst seit etwa zehn Jahren. Für die Auswahl habe ich den Test von Stiftung Warentest gelesen (Heft 2/2024, zehn Lampen). Nur zwei waren dort gut: Philips Hue mit Bridge als Testsieger und WiZ als beste Lampe ohne Zentrale. Weil der Test schon fast drei Jahre alt ist, habe ich dazu neuere Tests von nextpit, TechRadar und PCWorld gelesen, zum Beispiel zu Hue Essential und MotionAware, und die Angaben der Hersteller verglichen. Die neuen Lampen von IKEA habe ich bei Amazon nicht gefunden, die bekommst du bei IKEA selbst.

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