Split oder Monoblock: Was passt zu mir?
Kühlst du oft oder auch nachts, nimm ein Split-Gerät wie die PortaSplit. Es ist leiser und braucht weniger Strom, weil es die Wärme über das Außenteil nach draußen abgibt. Brauchst du die Kühlung nur an ein paar heißen Tagen im Jahr, reicht ein Monoblock. Er ist günstiger in der Anschaffung und schnell aufgestellt. Dafür ist er lauter, und weil er Luft aus dem Zimmer nach draußen bläst, strömt warme Luft von draußen nach. So sieht es auch Stiftung Warentest. Warum hier gerade kein Monoblock steht, liest du unten bei der Frage, wie ich die Geräte ausgewählt habe.
Wie laut ist eine Klimaanlage im Zimmer?
Am leisesten sind fest eingebaute Split-Geräte. Die Innengeräte der Testsieger haben laut Hersteller im leisesten Modus nur 19 Dezibel. Die PortaSplit ist lauter: Laut Hersteller sind es im Silent-Modus 39 Dezibel, in Tests war sie teils lauter. Monoblöcke sind noch lauter, weil bei ihnen alles im Zimmer steht, auch der Kompressor. Stiftung Warentest nennt selbst die empfohlenen Monoblöcke eher laut. Auf dem Energielabel steht die Schallleistung: bei der PortaSplit am Innengerät 59 Dezibel, bei den Monoblöcken, die Stiftung Warentest empfiehlt, 62 bis 65. Fürs Schlafzimmer hilft der Schlafmodus, oder du kühlst es schon vor dem Schlafengehen herunter.
Was kostet der Strom?
Das hängt davon ab, wie oft und wie lange sie läuft. Ein Beispiel: Kühlst du einen Monat lang jeden Tag acht Stunden, braucht die PortaSplit nach Tests und Energielabel etwa 100 bis 140 Kilowattstunden. Bei 37 Cent pro Kilowattstunde, dem Schnitt in Deutschland, sind das etwa 35 bis 55 Euro. Die Monoblöcke, die Stiftung Warentest empfiehlt, brauchten im Test von Que Choisir umgerechnet fast doppelt so viel, für denselben Monat also etwa 70 bis 90 Euro. In Österreich und der Schweiz ist der Strom etwas günstiger. Den höheren Kaufpreis der PortaSplit holst du über den Strom erst nach vielen Jahren wieder herein. Im Alltag zählt mehr, dass sie leiser ist und keine warme Luft von draußen nachzieht.
Kann die PortaSplit auch heizen?
Ja, sie arbeitet wie eine kleine Wärmepumpe und heizt laut Hersteller, bis es draußen minus 10 Grad hat. Stiftung Warentest hat das Heizen allerdings nur bis plus 2 Grad draußen geprüft. So kannst du an kühlen Tagen im Frühling und Herbst einzelne Räume mit ihr wärmen.
Was ist mit fest eingebauten Split-Geräten?
Sie sind am leisesten und am sparsamsten und können im Winter beim Heizen helfen. Bei Stiftung Warentest (Heft 6/2026) wurde bei den kleineren Geräten mit 2,5 Kilowatt das Mitsubishi Electric MSZ-RZ25VU Testsieger, Preistipp ist das Samsung AR70F09CAAWN. Bei den größeren mit 3,5 Kilowatt liegt das Daikin Perfera FTXM35A vorne, getestet 2025. Als grobe Hilfe nennt Stiftung Warentest 2,5 Kilowatt für etwa 25 Quadratmeter und 3,5 Kilowatt für etwa 35. Einbauen darf sie nur ein Fachbetrieb, darum findest du sie hier nicht zum Bestellen. Hol dir am besten früh im Jahr Angebote, denn ab der ersten Hitzewelle sind die Fachbetriebe schnell ausgebucht.
Was ändert sich 2027 bei der PortaSplit?
Die PortaSplit hier arbeitet mit dem Kältemittel R32. Wegen neuer EU-Regeln darf sie ab dem 1. Januar 2027 nicht mehr neu auf den Markt kommen. Geräte, die bis Ende 2026 in der EU sind, darf der Handel aber weiter verkaufen. Und wer eine hat, darf sie ohne Einschränkung weiter nutzen und reparieren lassen. Midea hat für 2027 eine neue PortaSplit mit Propan (R290) angekündigt, das dem Klima viel weniger schadet.
Darf ich als Mieter in Deutschland eine Klimaanlage aufstellen?
Einen Monoblock darfst du in der Regel einfach aufstellen, denn du bohrst nichts und baust nichts um. Für ein fest eingebautes Split-Gerät brauchst du dagegen die Zustimmung deines Vermieters, am besten schriftlich. Dafür kommt nämlich ein Loch in die Wand und ein Außengerät an die Fassade. Bei der PortaSplit ist es nicht ganz eindeutig: Du bohrst nichts, aber das Außenteil hängt draußen. Ein Fachmann vom Eigentümerverband Haus & Grund hält das im Hochsommer auch ohne Zustimmung für zulässig, weil es nicht auf Dauer angelegt ist. Frag deinen Vermieter trotzdem am besten vorher. Und nimm Rücksicht auf die Nachbarn, vor allem nachts.
Und in einer Eigentumswohnung in Deutschland?
Ein Split-Gerät mit Außengerät darfst du nicht einfach anbringen, du brauchst vorher einen Beschluss der Eigentümerversammlung. Seit einem Urteil des Bundesgerichtshofs vom Juli 2026 haben Eigentümer darauf aber in der Regel einen Anspruch. Das gilt, solange das Gerät die anderen nicht übermäßig stört, zum Beispiel durch Lärm, und nicht hässlich ins Auge fällt. Für einen Monoblock brauchst du keinen Beschluss, denn du baust nichts um. Bei der PortaSplit frag am besten vorher die Verwaltung.
Und in Österreich?
Am einfachsten ist ein mobiles Gerät, denn es steht nur in deiner Wohnung. Willst du ein fest eingebautes Split-Gerät, musst du das als Mieter vorher deinem Vermieter anzeigen. Lehnt er nicht innerhalb von zwei Monaten ab, gilt das nach dem Mietrechtsgesetz als Zustimmung. Lehnt er ab, kommst du über Schlichtungsstelle oder Gericht nur selten weiter. Gehört dir eine Wohnung in einem Haus mit mehreren Eigentümern, brauchst du die Zustimmung der anderen. Ob du zusätzlich eine Bewilligung der Baubehörde brauchst, hängt vom Gerät, vom Lärm und vom Ort ab, etwa in einer Schutzzone. Frag am besten vorher bei deiner Gemeinde nach, in Wien bei der Baupolizei. Für mobile Geräte wie die PortaSplit braucht es laut dem Magazin profil oft keine Bewilligung. Frag aber auch hier zuerst deinen Vermieter.
Und in der Schweiz?
Mobile Geräte mit Schlauch, die du nur einsteckst, brauchen keine Bewilligung. Im Kanton Zürich hat das der Regierungsrat ausdrücklich bestätigt. Ein fest eingebautes Split-Gerät braucht dagegen in den meisten Kantonen eine Baubewilligung, in Zürich in der Regel für das Außengerät. Als Mieter brauchst du für Änderungen an der Wohnung die schriftliche Zustimmung des Vermieters. Für die PortaSplit habe ich keine klare Regel gefunden, weil ihr Außenteil nur am Fenster hängt. Frag darum vorher deine Verwaltung und im Zweifel das Bauamt deiner Gemeinde. Und noch etwas: Die Geräte hier haben einen deutschen Stecker, der nicht in Schweizer Steckdosen passt. Ein passendes Angebot für die Schweiz habe ich darum gerade nicht, ich suche aber danach.
Wie hast du die Geräte ausgewählt?
Für die Split-Geräte habe ich die Tests von Stiftung Warentest gelesen und dazu Tests von home&smart, smarthomeassistent und mobiFlip. Die PortaSplit war das einzige mobile Split-Gerät im Test von Stiftung Warentest, und ich nutze sie selbst. Monoblöcke testet Stiftung Warentest seit Jahren nicht mehr selbst. 2026 hat sie aber den großen Test der französischen Verbraucherzeitschrift Que Choisir ausgewertet und daraus drei Geräte empfohlen, die es in Deutschland gibt. Alle drei bekamen dort die Bestnote fürs Kühlen. Bei Amazon gibt es gerade keins davon, darum steht hier im Moment kein Monoblock. Dazu habe ich die Angaben der Hersteller verglichen und Tests von Which? aus Großbritannien und vom VKI aus Österreich gelesen. Wirklich leise nennt keiner dieser Tests einen Monoblock, das sage ich dir lieber ehrlich.