Haushalt

Smarte Heizkörper-Thermostate

Sie kommen statt der normalen Drehregler an deine Heizkörper und heizen nach deinem Plan. Steuern kannst du sie per App oder direkt am Gerät.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Kurz bevor du heimkommst, ist die Wohnung schon warm. Während du arbeitest, drehen die Thermostate die Heizung selbstständig herunter. Du kannst also gar nicht mehr vergessen, sie runterzudrehen, und sparst Geld. Dafür legst du einmal einen Heizplan für die Woche an. Und die Thermostate selbst sind in der Regel günstig.

spart Geldspart Mühe
Meine Empfehlung FRITZ!Smart Thermo 302 Preisklasse: Mittelklasse

Oder: Mit Zentrale

So stellst du deinen Heizplan ein

Für den Anfang reicht ein einfacher Plan für die Werktage und einer fürs Wochenende:

  1. Kurz vor dem Aufstehen warm, zum Beispiel 21 Grad
  2. Wenn du aus dem Haus gehst, runter auf 16 bis 17 Grad. Ganz aus lieber nicht, sonst kühlen die Wände aus
  3. Kurz bevor du heimkommst, wieder warm
  4. Nachts im Schlafzimmer 16 bis 18 Grad

Was es dir abnimmt

So viel Mühe sparst du
Bisher
Mit smarten Thermostaten
Selbst runterdrehen
  • Mal denkst du dran, mal nicht
  • Abends kommst du in eine kalte Wohnung
  • Dann dauert es, bis es wieder warm ist
Mit smarten Thermostaten
  • Einmal einen Heizplan für die Woche einstellen
  • Warm, kurz bevor du heimkommst
  • Runtergedreht, solange du weg bist
Passt zu dir, wenn …
  • Du bist tagsüber oft weg, zum Beispiel bei der Arbeit
  • Du vergisst manchmal, die Heizung runterzudrehen
  • Du willst abends in eine warme Wohnung kommen
  • Du wohnst zur Miete: Du schraubst sie selbst an und beim Auszug wieder ab
Ehrlich gesagt
  • Thermostate, die direkt ins WLAN gehen, schneiden in Tests schwächer ab. Die besten Modelle brauchen eine Zentrale, die einmal extra kostet, wenn du noch keine hast
  • Drehst du die Heizung schon jetzt jedes Mal selbst runter, sparst du weniger Geld. Dann hast du den Kaufpreis erst nach ein paar Jahren wieder drin, die Bequemlichkeit hast du aber sofort
  • Die Batterien halten laut Herstellern meist bis zu zwei Jahre, dann wechselst du sie

Welches Modell passt zu dir?

Für jede Preisklasse eine Empfehlung, dazu gute Alternativen anderer Marken. Den aktuellen Preis siehst du jeweils bei Amazon.

Diese Thermostate verbindest du direkt mit deinem WLAN oder deiner FRITZ!Box. Du kaufst nichts dazu und bist schnell fertig. Dafür schneiden die WLAN-Modelle in Tests schwächer ab. Das FRITZ!-Modell war bei Stiftung Warentest (Heft 9/2023) fast so gut wie der Testsieger.

Günstig

SALCAR TRV801W

  • Geht direkt in dein WLAN, ganz ohne Zentrale
  • Funktioniert mit Alexa und Google
  • Merkt, wenn ein Fenster offen ist, und dreht dann runter
  • Übersichtliche App (Smart Life oder Tuya) mit Heizplan für jeden Tag

Für dich, wenn du es günstig willst und keine FRITZ!Box hast. Ich habe es selbst bei mir hängen.

Ehrlich gesagt

Bei smarthomeassistent.de befriedigend (Note 3,1).

Auch gut
  • Eurotronic Comet WiFi*Bei Stiftung Warentest befriedigend (Note 2,7, Heft 9/2023). Es merkt, wenn ein Fenster offen ist.
Meine Empfehlung
Mittelklasse

FRITZ!Smart Thermo 302

  • Preistipp bei Stiftung Warentest (gut, Note 1,9, Heft 9/2023)
  • Verbindet sich direkt mit deiner FRITZ!Box, du brauchst keine extra Zentrale
  • Merkt, wenn ein Fenster offen ist, und dreht dann runter
  • Display am Gerät, die Batterien sind schon dabei

Für dich, wenn dein Router eine FRITZ!Box ist. Dann ist es die beste Wahl ohne extra Zentrale.

Ehrlich gesagt

Es funkt nicht über WLAN, sondern über DECT, wie ein schnurloses Telefon. Deshalb klappt es nur mit einer FRITZ!Box mit DECT, das haben die meisten. Früher hieß es FRITZ!DECT 302.

Oberklasse

Lieber mit Zentrale

Ein teureres Thermostat ohne Zentrale, das in Tests überzeugt und bei Amazon zu haben ist, habe ich nicht gefunden. Mit FRITZ!Box ist das FRITZ!-Modell schon die beste Wahl. Die Thermostate, die in Tests am besten abschneiden, brauchen eine Zentrale, schau dafür in die Gruppe „Mit Zentrale“.

Rechne selbst nach

Stell ein, wie du lebst. Alles rechnet sich sofort neu.

Fragen und Antworten

Wie viel spare ich wirklich?

Mit einem Heizplan rund 10 Prozent der Heizkosten, sagt co2online. Als Faustregel spart jedes Grad weniger rund 6 Prozent Heizenergie. Wie viel es bei dir ist, hängt davon ab, wie oft du weg bist und wie du bisher heizt. Stiftung Warentest (Heft 9/2023) rechnet für eine eher schlecht gedämmte Wohnung mit 70 m² mit rund 100 € im Jahr. Rechne es unten im Rechner für dich aus.

Mit oder ohne Zentrale: Was passt zu mir?

Ohne Zentrale ist der einfachste Einstieg: auspacken, mit dem WLAN verbinden, fertig. Das passt, wenn du nur wenige Heizkörper steuern willst und es günstig sein soll. Mit Zentrale zahlst du einmal etwas mehr, bekommst aber die Thermostate, die in Tests am besten abschneiden. Außerdem kannst du später Fensterkontakte oder ein Wandthermostat dazunehmen. Das lohnt sich vor allem, wenn du die ganze Wohnung ausstatten willst. Hast du eine FRITZ!Box, nimm das FRITZ!-Modell: Dann ist dein Router schon die Zentrale.

Warum gibt es so wenige WLAN-Thermostate?

WLAN braucht mehr Strom als die Funkarten, die Thermostate mit Zentrale nutzen. Wichtig: Dein Router muss WLAN mit 2,4 GHz haben. Das ist bei fast allen Routern so.

Passen sie auf meine Heizkörper?

Auf fast alle normalen Heizkörperventile. Die meisten haben ein Gewinde nach dem Standard M30 x 1,5, darauf passen alle Modelle hier. Für andere Ventile, zum Beispiel von Danfoss, liegen oft Adapter bei, oder du bekommst sie für wenig Geld. Für eine Fußbodenheizung brauchst du dagegen ein Raumthermostat an der Wand.

Darf ich sie als Mieter einbauen?

In der Regel ja, denn du veränderst nichts dauerhaft. Du schraubst nur den alten Drehregler ab und das neue Thermostat drauf. Wasser musst du dafür nicht ablassen, und einen Handwerker brauchst du auch nicht. Heb die alten Regler gut auf und schraub sie beim Auszug wieder dran. Im Zweifel fragst du kurz deinen Vermieter.

Was ist, wenn ich früher heimkomme?

Kein Problem: Du drehst am Thermostat kurz höher oder tippst in der App auf wärmer. Ab dem nächsten Punkt in deinem Heizplan läuft wieder alles selbstständig. Manche Systeme merken über den Standort deines Handys sogar, wann du auf dem Heimweg bist.

Kühlt die Wohnung tagsüber nicht zu sehr aus?

Nicht, wenn du auf 16 bis 17 Grad runterdrehst statt ganz aus. Unter 16 Grad sollte es nicht fallen: Sonst kühlen die Wände aus, Feuchtigkeit schlägt sich daran nieder, und das Risiko für Schimmel steigt. Die Wohnung danach wieder aufzuheizen, kostet weniger, als den ganzen Tag durchzuheizen.

Was ist mit offenen Fenstern?

Die meisten Empfehlungen hier merken, wenn die Temperatur beim Lüften plötzlich fällt, und drehen dann für eine Weile runter. Beim Bosch-Thermostat brauchst du dafür einen Fensterkontakt. So heizt du nicht aus dem Fenster hinaus.

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