Wie viel spare ich wirklich?
Das hängt davon ab, wo die Module stehen, wohin sie zeigen und wie viel Strom ihr tagsüber braucht. Beispielrechnungen der Verbraucherzentrale NRW, von C.A.R.M.E.N. und von eza! kommen für ein 800-Watt-Set auf etwa 100 bis 150 Euro im Jahr. Am meisten bringt es, wenn die Module schräg nach Süden stehen und bei euch tagsüber viel läuft. Mit Speicher spart ihr mehr, er kostet aber auch mehr. Wie viel es bei dir ist, zeigt der Rechner, auch mit Speicher.
Wie hast du die Sets und Speicher ausgewählt?
Stiftung Warentest hat 2025 acht Sets getestet. Die zwei guten von GreenSolar und Heckert gibt es bei Amazon nicht mehr so, wie sie getestet wurden. Darum habe ich bei Amazon nach Sets ohne Speicher gesucht, die gerade lieferbar sind, und zu jedem nach Tests auf anderen Seiten gesucht. Einen Test fand ich nur für das Solakon onBasic mit 1.000 Watt. Es war im Feldtest von home&smart gut, hat aber zu viel Modulleistung für die normale Steckdose. Darum steht hier sein kleineres Schwester-Set mit 900 Watt. Ein Test des ganzen Sets fehlt bei beiden Sets hier. Den Wechselrichter im SUNNIVA-Set hat smartzone.de aber selbst durchgemessen und gelobt. Für die Speicher habe ich Tests von TechStage (heise), Notebookcheck, ComputerBase, PC-WELT, techtest.org, smartzone.de und Stiftung Warentest gelesen. Hier stehen nur Speicher, die in mehreren Tests gut abschnitten und die es bei Amazon gibt. Den Anker fand Stiftung Warentest am besten, die anderen zwei hat sie nicht getestet.
Reicht eine normale Steckdose?
In Deutschland ja, solange die Module zusammen höchstens 960 Watt haben. Das steht so in der Norm, die seit Dezember 2025 gilt. Beide Sets hier liegen darunter. Viele Sets bei Amazon haben 1.000 Watt oder mehr. Die gehören laut Norm an eine spezielle Einspeisesteckdose, zum Beispiel von Wieland, die eine Elektrofachkraft einbaut. Manche Förderprogramme von Städten verlangen so einen Stecker auch bei kleineren Sets. Schau also vorher nach, wenn du eine Förderung willst.
Was muss ich in Deutschland anmelden?
Nur das Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, dafür gibt es ein einfaches Online-Formular. Beim Netzbetreiber musst du es nicht mehr extra anmelden. Hast du noch einen alten Zähler, darf er vorerst rückwärts laufen, bis der Netzbetreiber ihn tauscht. Erlaubt sind 800 Watt am Wechselrichter und Module mit zusammen bis zu 2.000 Watt. Sag außerdem deiner Hausrat- und deiner Haftpflichtversicherung Bescheid. Mit Speicher kommt noch etwas dazu, das steht in der nächsten Frage.
Was gilt in Deutschland mit Speicher?
Den Speicher trägst du im Marktstammdatenregister mit ein, dort zählt er als eigene Einheit. Viele Netzbetreiber wollen ihn außerdem über ein kurzes Formular gemeldet haben, und manche verlangen, dass ein Elektriker ihn anschließt. Frag darum vor dem Kauf bei deinem Netzbetreiber nach. Eine eigene Norm für diese kleinen Speicher ist erst in Arbeit. Soll er an die normale Steckdose, darf er höchstens 800 Watt ins Netz geben, und die Module dürfen zusammen höchstens 960 Watt haben.
Wie weiß der Speicher, wie viel Strom ihr gerade braucht?
Dafür misst ein kleines Gerät am Stromzähler mit. Am einfachsten ist ein Lesekopf, der mit einem Magneten an deinem digitalen Stromzähler hält. Den setzt du selbst an, ohne Elektriker. Bei vielen Zählern brauchst du dafür eine PIN. Die bekommst du kostenlos beim Messstellenbetreiber, meist ist das dein Netzbetreiber. Ein Messgerät im Sicherungskasten, wie es bei manchen Speichern im Paket liegt, darf nur eine Elektrofachkraft einbauen.
Wo stelle ich den Speicher hin?
Am besten geschützt vor Regen und praller Sonne, zum Beispiel unter einem Vordach oder in der Garage, und so nah an den Modulen, dass die Kabel reichen. Die Speicher sind zwar für draußen zugelassen, aber bei Stiftung Warentest drang im Starkregen bei vier von fünf Wasser in die Steckdose am Gerät.
Darf ich das als Mieter?
Fragen musst du vorher, ja. In Deutschland dürfen Vermieter und Eigentümergemeinschaften seit Oktober 2024 aber nur noch ablehnen, wenn es für sie unzumutbar wäre. Dass es ihnen optisch nicht gefällt, reicht als Grund nicht.
Welche Halterung brauche ich?
Bei den Sets hier ist keine dabei. Kauf eine, die genau zu deinem Ort passt: Balkongeländer, Wand, Flachdach oder Garten. Unabhängige Tests von Halterungen allein gibt es leider nicht. Stiftung Warentest hat 2025 Sets mit Halterung fürs Flachdach geprüft, und bei fünf von acht knickten die Halterungen im simulierten Sturm ein oder brachen. Am Geländer ist das heikler, weil darunter Menschen oder Autos sein können. Bist du unsicher, lass eine Fachfirma montieren.
Lohnt sich ein Speicher?
Bei zwei Modulen rechnet er sich langsamer als das Set allein, denn er kostet mehr als das Set. Laut Verbraucherzentrale und TÜV-Verband lohnt er sich eher bei größeren Anlagen, etwa mit vier Modulen. Am meisten bringt er, wenn ihr tagsüber wenig Strom braucht und abends mehr. Rechne es im Rechner für dich aus: Stell dort „Mit Speicher“ ein. Dann siehst du auch, nach wie vielen Jahren der Speicher allein bezahlt ist.
Was sagt Stiftung Warentest zu den Speichern?
Sie hat im März 2026 fünf Speicher getestet. Am besten war der Anker, als einziger befriedigend. Drei waren mangelhaft, weil sie zu viele Störsignale aussendeten. Die können zum Beispiel das WLAN stören. Bei vier von fünf drang im Starkregen Wasser in die Steckdose am Gerät. Andere Testseiten haben mehr Speicher getestet und viele gut bewertet. In den Tests, die ich gelesen habe, wurden Störsignale aber nicht gemessen.
Und in der Schweiz?
Dort gelten strengere Regeln: höchstens 600 Watt pro Stromzähler, ein Schweizer Stecker und ein Fehlerstromschutz. Vor dem Einschalten meldest du die Anlage schriftlich bei deinem Netzbetreiber, und als Mieter brauchst du die Zustimmung des Vermieters. Dafür muss dir der Netzbetreiber den Strom abnehmen und vergüten, den du ins Netz gibst. Ein Speicher ist dort erlaubt, wenn alles zusammen höchstens 600 Watt einspeist und eine Konformitätserklärung für das ganze Set vorliegt. Gib ihn dann bei der Meldung mit an. Die Sets und Speicher hier geben bis zu 800 Watt ab und haben einen deutschen Stecker, in der Schweiz sind sie so nicht erlaubt. Ein Set, das für die Schweiz gemacht ist, gibt es bei Amazon im Moment nicht. Ich suche gerade nach einem guten Set, das du auch in der Schweiz kaufen kannst.
Und in Österreich?
In Österreich sind 800 Watt erlaubt. Eine Genehmigung brauchst du nicht, du musst die Anlage aber zwei Wochen vor dem Einschalten bei deinem Netzbetreiber melden. Ob ein normaler Schuko-Stecker reicht, sehen die Netzbetreiber unterschiedlich. Frag darum vorher bei deinem nach. In einer Eigentumswohnung gilt die Zustimmung der anderen Eigentümer als erteilt, wenn sie nicht innerhalb von zwei Monaten widersprechen. Ein Speicher ist erlaubt, wenn alles zusammen höchstens 800 Watt abgeben kann. Dabei zählt, was der Wechselrichter laut Datenblatt kann. Ist er nur per App auf 800 Watt gedrosselt, reicht das manchen Netzbetreibern nicht. Gib den Speicher darum bei der Meldung mit an und leg das Datenblatt bei.
Welcher Speicher passt in Österreich?
Am besten passt der Zendure. Er steht mit 800 Watt auf der österreichischen Wechselrichterliste, und auch laut Hersteller sind 800 Watt sein Maximum. Geräte auf dieser Liste muss dein Netzbetreiber nicht noch einmal einzeln prüfen. Der Anker steht dort auch, kann laut Datenblatt aber bis zu 1.200 Watt. Auf 800 Watt begrenzt ihn nur eine Einstellung in der App, frag darum vorher bei deinem Netzbetreiber nach. Den Solakon ONE habe ich auf der Liste nicht gefunden.
Gilt das auch in anderen Ländern?
Nein. Die Regeln hier gelten für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Wohnst du woanders, frag vor dem Kauf deinen Netzbetreiber, was erlaubt ist.