Saugroboter mit Haustieren: Worauf kommt es an?
Von Lukas · Zuletzt geprüft:
Auf drei Dinge: eine Bürste, um die sich Tierhaare kaum wickeln, eine Station, die ihn leer saugt, und eine Kamera, die Hundehaufen meist erkennt und umfährt. In der App sperrst du dazu Napf, Katzenklo und Schlafplatz. Gerade mit Tier lohnt er sich: Saugst du wegen der Haare täglich, spart er dir bei 60 m² laut meinem Rechner rund zwei Stunden pro Woche.
So viel Zeit sparst du mit Tier
Saugst du wegen der Haare jeden Tag, spart er dir bei 60 m² laut meinem Rechner knapp zwei Stunden pro Woche, samt Vorbereitung. Wischst du dazu einmal pro Woche, sind es gut zwei. Im Jahr kommen so 99 bis 119 Stunden zusammen, bei zweimal Saugen und einmal Wischen sind es 45.
Der Roboter fährt dagegen jeden Tag nach Zeitplan, und du musst dafür so gut wie nichts tun.
„Meinen ersten Saugroboter habe ich mir unter anderem wegen meines Katers gekauft, den ich zu der Zeit hatte. Der hat ständig Katzenstreu in der Wohnung verteilt, und das hat mich wahnsinnig gemacht. In meiner ersten und zweiten Wohnung damals hat mir der Roboter mit dem Katzenstreu sehr geholfen.“
Eine Bürste, um die sich Haare kaum wickeln
Gummi statt Borsten hilft schon etwas. Entscheidend ist aber, wie die Hauptbürste gebaut und gelagert ist.
Dreame zum Beispiel setzt bei einigen Robotern zwei Walzen ein, die nur auf einer Seite befestigt sind, die andere Seite ist offen. Drehung und Luftstrom schieben die Haare zu diesem offenen Ende, und dort werden sie abgesaugt. In Tests verfing sich so selbst langes Haar kaum.
Ähnlich arbeiten andere Hersteller: Narwal hängt eine kegelförmige Bürste nur an einer Seite auf. Roborock teilt die Bürste in der Mitte, dort werden die Haare abgesaugt.
Auf Hartboden putzen viele Roboter gut, auf Teppich zeigt sich der Unterschied. Wichtig für Tierhalter ist laut Stiftung Warentest das Urteil „Aufnehmen von Fasern“ auf Teppich. Dort reichen die Noten von gut bis mangelhaft.
Eine Station, die ihn leer saugt
Der Behälter im Roboter ist klein und mit Fell schnell voll. Ohne Station leerst du ihn mit Tier oft jeden Tag selbst. Eine Station saugt ihn nach dem Putzen leer, und du wechselst nur noch ab und zu den Beutel.
Das ist je nach Modell alle paar Wochen bis Monate fällig, mit haarendem Tier eher früher. Meist schließt sich der Beutel beim Herausnehmen, so kommst du mit Staub und Haaren kaum in Berührung.
Eine Kamera, die Hundehaufen erkennt
Fährt ein Roboter durch einen Hundehaufen oder Erbrochenes, verteilt er es in der ganzen Wohnung. Ohne Kamera erkennt er so etwas in der Regel nicht. Modelle mit Kamera und KI erkennen es meist und fahren drumherum: In Tests mit nachgebauten Hundehaufen umfuhren gute Modelle fast alle.
Eine Garantie gibt es aber nicht. Je flüssiger und flacher ein Malheur ist, desto eher übersieht es auch eine Kamera. Ist dein Tier noch jung, schon alt oder gerade krank, wirf vor dem Start kurz einen Blick auf den Boden.
Napf, Katzenklo und Schlafplatz sperren
Leg in der App Sperrzonen um Futter- und Wassernapf, Katzenklo und Schlafplatz an. So lässt der Roboter die Näpfe stehen, und dein Tier hat Plätze, an denen es ungestört bleibt.
So gewöhnst du dein Tier an den Roboter
Mit etwa 55 bis 70 Dezibel ist ein Roboter leiser als ein normaler Staubsauger. Kurz laut wird nur die Station, wenn sie ihn leer saugt. Gewöhn dein Tier trotzdem in kleinen Schritten an ihn.
Lass dein Tier den Roboter zuerst ausgeschaltet beschnuppern. Danach startest du ihn in einem anderen Raum, auf leiser Stufe und während du zu Hause bist. Bleibt dein Tier ruhig oder wird es neugierig, gibt es ein Leckerli. Zwing es nie zum Roboter hin.
Wichtig ist ein Rückzugsort, an den der Roboter nicht kommt. Erst wenn dein Tier entspannt bleibt, lässt du ihn nach Zeitplan fahren, während du unterwegs bist, beim Hund zum Beispiel während der Gassirunde.
Ab und zu nachsehen: Bürste und Räder
Bei einfachen Bürsten ziehst du mit Tier etwa einmal pro Woche aufgewickelte Haare ab, manche Hersteller nennen alle zwei Wochen. Bürsten gegen Verheddern brauchen das deutlich seltener. Haare sammeln sich außerdem an Seitenbürste und Rädern.
- Deinem Tier passiert öfter ein Malheur, etwa weil es noch nicht stubenrein ist, und du willst kein Modell mit Kamera.
- Dein Tier gerät auch nach Wochen behutsamer Gewöhnung noch in Panik, sobald der Roboter fährt.
- Für die Station fehlt der Platz: Ohne sie leerst du den Behälter mit Tier oft jeden Tag selbst.
- Bei dir liegt vor allem Hochflor-Teppich: Dort holen viele Roboter Haare nicht gut heraus, und manche fahren sich fest.
- Näpfe, Körbchen und Spielzeug liegen jeden Tag woanders, und du willst sie weder wegräumen noch in der App sperren.