Waschtrockner oder Waschmaschine und Trockner: Was ist besser?
Von Lukas · Zuletzt geprüft:
Hast du wenig Platz, ist der Waschtrockner die bequemere Wahl: ein Gerät, kein Umräumen, morgens rein und abends trocken. Hast du Platz für zwei Geräte und wäschst viel, sind Waschmaschine und Wärmepumpentrockner besser. Sie trocknen mehr auf einmal und brauchen fürs Trocknen oft nur die Hälfte des Stroms oder weniger.
Platz: ein Gerät oder zwei
Ein Waschtrockner passt genau dorthin, wo sonst die Waschmaschine steht, und braucht dieselben Anschlüsse. Zwei Geräte nebeneinander brauchen doppelt so viel Stellfläche.
Es geht aber auch platzsparend: Mit einem Zwischenbausatz stellst du den Trockner auf die Waschmaschine, nie umgekehrt. Dann brauchen beide nur die Fläche einer Waschmaschine, dafür Platz nach oben. Ohne Bausatz kann der Trockner beim Schleudern verrutschen.
Wie viel du auf einmal trocknen kannst
Ein Waschtrockner wäscht meist 7 bis 10 kg, trocknet aber nur 4 bis 6 kg. Eine volle Waschladung braucht also bis zu zwei Trockengänge, oder du hängst den Rest auf. Willst du in einem Rutsch waschen und trocknen, füllst du ihn darum nur gut halb.
Ein eigener Trockner trocknet dagegen eine volle Ladung auf einmal. Und während er trocknet, wäscht die Maschine schon die nächste.
Strom und Wasser
Den größten Unterschied macht das Trocknen. Ein Wärmepumpentrockner braucht für eine volle Ladung meist etwa 1 bis 2 kWh. Ein Waschtrockner ohne Wärmepumpe braucht gut 2 kWh, und das für nur 6 kg. Für dieselbe Wäsche braucht der Wärmepumpentrockner darum oft nur die Hälfte des Stroms oder weniger.
Viele Waschtrockner kühlen beim Trocknen außerdem mit Leitungswasser. Deshalb brauchen sie mehr Wasser als Waschmaschine und Trockner zusammen.
Es gibt auch Waschtrockner mit Wärmepumpe. Sie brauchen weniger Strom und Wasser, und bei Stiftung Warentest war 2023 ein solches Modell Testsieger.
Zeit: Was schneller fertig ist
Gegenüber dem Wäscheständer sparen dir beide Lösungen Zeit: Aufhängen und Abnehmen kosten bei drei Wäschen pro Woche laut meinem Rechner rund eine halbe Stunde pro Woche.
Waschen und Trocknen dauern im Waschtrockner mit voller Ladung oft 8 Stunden und mehr. Im Test von Konsument brauchten Wärmepumpentrockner für eine volle Ladung gut 2 bis gut 3 Stunden, dazu kommt das Waschen davor.
Das muss dich aber nicht stören: Mit der Endzeit startet der Waschtrockner so, dass er fertig ist, wenn du heimkommst. Willst du an einem Tag mehrere Ladungen schaffen, sind zwei Geräte schneller.
„Ich habe einen Waschtrockner von Haier und will nie wieder ohne. Morgens kommt die Wäsche rein, und wenn ich von der Arbeit komme, ist sie gewaschen und getrocknet. Bügeln muss ich auch nicht mehr: Das Dampfprogramm i-Refresh macht die Kleidung frisch, und sie kommt vor allem faltenfrei raus.“
Was es kostet
In der Anschaffung ist ein Waschtrockner oft günstiger als Waschmaschine und Trockner zusammen. Dafür kostet das Trocknen mehr Strom: Bei drei Ladungen pro Woche und 37 Cent pro kWh sind es laut meinem Rechner gut 10 € im Monat, bei 30 Cent knapp 9 €.
Ein Wärmepumpentrockner käme für dieselbe Wäsche oft mit der Hälfte oder weniger aus. Laut Stiftung Warentest können die höheren Betriebskosten den günstigeren Kaufpreis eines Waschtrockners über die Jahre wieder aufzehren.
- Du wäschst für eine große Familie mehrere Ladungen am Tag.
- Du willst volle Ladungen in einem Rutsch waschen und trocknen.
- Du hast Platz für zwei Geräte, nebeneinander oder gestapelt, und willst möglichst wenig Strom und Wasser verbrauchen.
- Du brauchst die Wäsche oft schnell wieder: Waschen und Trocknen dauern zusammen meist 8 Stunden und mehr.
- Dir ist besonders gleichmäßig trockene Wäsche wichtig: Viele Waschtrockner trocknen nicht so gut wie ein eigener Trockner.