Airfryer oder Backofen: Was ist günstiger?
Von Lukas · Zuletzt geprüft:
Für kleine Mengen ist der Airfryer günstiger: In Tests braucht er pro Gericht oft nur die Hälfte des Stroms oder noch weniger. Bei 37 Cent pro kWh sparst du so etwa 13 bis 33 Cent pro Gericht. Brauchst du für eine große Menge mehrere Durchgänge, ist der Backofen gleich gut oder sogar günstiger.
So viel Strom braucht ein Gericht
Mehrere Tests und Vergleiche zeigen, wie viel Strom dasselbe Gericht im Airfryer und im Backofen braucht. Die Kosten habe ich mit 37 Cent pro kWh gerechnet, dem Durchschnitt in Deutschland. In Österreich und der Schweiz liegt der Strompreis bei etwa 30 Cent, dort kostet jedes Gericht etwas weniger.
| Gericht | Airfryer | Backofen | Quelle |
|---|---|---|---|
| Pommes, 2 Portionen | 0,29 kWh (11 Cent) | 0,86 kWh (32 Cent) | Which?, 2026 |
| Pommes, 1 Portion | 0,35 kWh (13 Cent) | 0,7 kWh (26 Cent) | inside digital, 2025 |
| Ofenkartoffel | 0,39 kWh (15 Cent) | 1,08 kWh (40 Cent) | Which?, 2026 |
| Ganzes Hähnchen | 0,54 kWh (20 Cent) | 1,16 kWh (43 Cent) | Which?, 2026 |
| Chicken Wings | 0,2 bis 0,3 kWh (7 bis 11 Cent) | 1,0 bis 1,2 kWh (37 bis 44 Cent) | stromguide.com über VOL.AT, 2025 |
Warum der Airfryer sparsamer ist
Sein Garraum ist klein, und die heiße Luft ist schnell da. Vorheizen musst du meist gar nicht oder nur ein paar Minuten, ein Backofen braucht dafür etwa 10 bis 15 Minuten. Auch das Garen selbst dauert meist kürzer. Laut Stiftung Warentest sind Airfryer schneller als Backöfen und sparsamer im Stromverbrauch.
Wann der Backofen gleichzieht
Der Vorteil gilt, solange alles in einem Durchgang in den Korb passt. Kochst du für viele und brauchst zwei oder drei Durchgänge, schrumpft die Ersparnis, und bei großen Mengen ist der Backofen gleich gut oder günstiger.
Für Pizza, Blechkuchen oder einen großen Auflauf bleibt der Ofen ohnehin die bessere Wahl. Dort zählt Fläche, und die hat der Airfryer nicht.
Was das im Jahr ausmacht
Machst du viermal pro Woche ein Gericht im Airfryer statt im Backofen, sparst du laut meinem Rechner bei 37 Cent pro kWh rund 42 Euro im Jahr. Bei 30 Cent pro kWh sind es rund 34 Euro. Kochst du nur einmal pro Woche warm, sind es gut 10 Euro.
Nur wegen des Stroms lohnt sich ein Airfryer darum kaum. Mehr gewinnst du an Zeit: kein Vorheizen, kein Blech schrubben und kaum Abwasch, laut meinem Rechner etwa 18 Minuten pro Gericht.
„Seit ich meinen Airfryer habe, habe ich meine Pfannen nicht mehr benutzt. Und alles schmeckt besser: Gemüse wird knackiger und schmeckt intensiver, Hähnchen wird jedes Mal perfekt zart. Dazu habe ich quasi keinen Abwasch mehr. Es brennt nie etwas an, die Körbe packe ich einfach in die Spülmaschine oder wische sie am Ende mit einem feuchten Lappen aus.“
Wenn du beim Backofen bleibst
Auch mit dem Ofen kannst du Strom sparen. Für die meisten Gerichte musst du ihn nicht vorheizen, nur bei manchen Teigen wie Biskuit oder Plätzchen. Mit Umluft stellst du die Temperatur etwa 20 Grad niedriger ein als bei Ober- und Unterhitze und sparst so Strom. Und bei langen Garzeiten schaltest du ihn 5 bis 10 Minuten früher aus, die Restwärme gart weiter.
- Du kochst meist für vier oder mehr Personen auf einmal und müsstest im Airfryer mehrere Durchgänge machen.
- Du backst vor allem Pizza, Blechkuchen oder große Aufläufe.
- Du willst nur Strom sparen: Pro Gericht sind es Cent-Beträge, und bis sie den Kaufpreis wieder einspielen, dauert es eine Weile.
- Du kochst nur selten warm: Dann sparst du im Jahr nur wenige Euro.
- Auf deiner Arbeitsfläche ist kein Platz für ein weiteres Gerät.