Küche

Kaffeevollautomat

Eine Kaffeemaschine, die die Bohnen frisch mahlt und dir Espresso, Kaffee oder Cappuccino auf Knopfdruck macht.

Du drückst einen Knopf, und den Rest erledigt die Maschine: mahlen, brühen und bei den Geräten hier auch die Milch aufschäumen. Eine Tasse aus Bohnen kostet dabei deutlich weniger als eine Markenkapsel oder ein Cappuccino im Café. Und Kapselmüll gibt es auch keinen mehr.

spart Geld
Meine Empfehlung De'Longhi Magnifica Evo Next Preisklasse: Mittelklasse

Oder: Mit Milchschlauch

Stell den Mahlgrad ein

Wie fein die Bohnen gemahlen werden, ändert den Geschmack deutlich. Probier es einfach aus, es kostet dich nichts:

  1. Schmeckt der Kaffee sauer oder wässrig, stell eine Stufe feiner
  2. Schmeckt er bitter oder läuft er nur tröpfchenweise, stell eine Stufe gröber
  3. Dreh nur, während das Mahlwerk läuft. So steht es in den Anleitungen
  4. Den Unterschied schmeckst du erst nach zwei bis drei Tassen

Was es dir abnimmt

Kapseln
  • Für jede Tasse eine neue Kapsel
  • Kapseln nachkaufen und auf Vorrat halten
  • Leere Kapseln landen im Müll
Mit Kaffeevollautomat
  • Bohnen rein, Knopf drücken, fertig
  • Jede Tasse frisch gemahlen, auch als Cappuccino
  • Jeden Tag Kaffeesatz und Tropfschale leeren
Passt zu dir, wenn …
  • Du trinkst jeden Tag Kaffee, gern auch mit Milch
  • Du kaufst bisher Markenkapseln oder holst dir oft Kaffee unterwegs
  • Du willst Cappuccino, ohne selbst Milch aufzuschäumen
Ehrlich gesagt
  • Ein paar Handgriffe brauchst du jeden Tag: Kaffeesatz und Tropfschale leeren und nach Milchgetränken das Milchsystem spülen
  • Trinkst du gern Filterkaffee oder günstige Kapseln vom Discounter, sparst du damit kein Geld
  • Er kostet in der Anschaffung deutlich mehr als eine Kapselmaschine und braucht Platz: Die Geräte hier sind 20 bis 26 Zentimeter breit und 44 bis 47 Zentimeter tief

Welches Modell passt zu dir?

Für jede Preisklasse eine Empfehlung, dazu gute Alternativen anderer Marken. Den aktuellen Preis siehst du jeweils bei Amazon.

Du füllst Milch in eine Karaffe und steckst sie vorn an das Gerät. Danach stellst du die Karaffe mit der Restmilch in den Kühlschrank und spülst sie regelmäßig. Das Umfüllen und Spülen lohnt sich vor allem, wenn ihr viel Milchkaffee trinkt. Gute Geräte mit Karaffe gibt es schon um 400 Euro.

Günstig

De'Longhi Magnifica Start

  • Bei Stiftung Warentest gut (Note 2,3, Herbst 2024), eines der günstigsten guten Geräte im Test
  • Cappuccino auf Knopfdruck: Er schäumt die Milch aus der Karaffe selbst auf
  • Die Brühgruppe kannst du zum Ausspülen herausnehmen

Für dich, wenn du vor allem Espresso, Kaffee und Cappuccino trinkst und wenig ausgeben willst.

Ehrlich gesagt

Auf Knopfdruck gibt es nur vier Getränke: Espresso, Kaffee, Cappuccino und heißes Wasser. Getestet wurde die ECAM220.60.B. Der Link führt zur ECAM222.60.BG, die laut De'Longhi gleich ausgestattet ist. Andere Versionen der Magnifica Start haben nur eine Düse, mit der du die Milch selbst aufschäumst.

Meine Empfehlung
Mittelklasse

De'Longhi Magnifica Evo Next

  • Bei Stiftung Warentest gut (Note 2,1, Juni 2025), knapp hinter den beiden Testsiegern
  • Laut Stiftung Warentest schäumt er die Milch sehr fein und cremig auf
  • 13 Getränke auf Knopfdruck: zwölf Kaffeegetränke und heißes Wasser
  • Die Brühgruppe kannst du zum Ausspülen herausnehmen

Für die meisten. Mein Tipp, denn er schnitt im Test fast so gut ab wie die Testsieger, die deutlich mehr kosten.

Ehrlich gesagt

Getestet wurde die ECAM310.80.SB in Silber-Schwarz. Der Link führt zur ECAM312.80.TB in Titan, die laut De'Longhi gleich ausgestattet ist. Die ECAM310.60.B macht laut De'Longhi nur zehn Getränke auf Knopfdruck.

Auch gut
  • De'Longhi Rivelia*Testsieger im Herbst 2024 mit derselben Note 2,1. Sie hat zwei Bohnenbehälter, so wechselst du schnell zwischen zwei Sorten, und ein größeres Touch-Display. Meist kostet sie etwas mehr. Getestet wurde die schwarze EXAM440.55.B. Der Link führt zur weißen EXAM440.55.W, laut De'Longhi ebenfalls mit 16 Getränken und zwei Bohnenbehältern.
Oberklasse

De'Longhi Eletta Explore Cold Brew

  • Testsieger bei Stiftung Warentest (gut, Juli 2026), zusammen mit der teureren Eletta Ultra
  • Macht auch kalte Getränke: kalten Milchschaum und Cold Brew
  • Laut Hersteller über 50 Getränke, Bedienung per Touch-Display oder App
  • Die Brühgruppe kannst du zum Ausspülen herausnehmen

Für dich, wenn du viele verschiedene Getränke willst, im Sommer auch kalte.

Ehrlich gesagt

Achte auf „Cold Brew“ im Namen. Laut De'Longhi hat diese Version die Bestnote bekommen. Der Link führt zur ECAM450.65.G in Dunkelgrau.

Rechne selbst nach

Stell ein, wie du lebst. Alles rechnet sich sofort neu.

Fragen und Antworten

Schlauch oder Karaffe: Was passt zu mir?

Gut können beide: Bei Stiftung Warentest gab es mit beiden Systemen Testsieger, 2025 die Nivona mit Schlauch und 2026 die Eletta Explore mit Karaffe. Der Unterschied liegt im Alltag. Die Karaffe füllst du, stellst sie danach mit der Restmilch in den Kühlschrank und spülst sie regelmäßig. Das lohnt sich vor allem, wenn ihr viel Milchkaffee trinkt. Ich habe zum Beispiel mit der De'Longhi Dynamica Plus, die eine Karaffe hat, gute Erfahrungen gemacht. Trinkst du nur ab und zu einen Milchkaffee, ist der Schlauch besser: Du steckst ihn in die Milchpackung und füllst nichts um. Dafür muss er nach Milchgetränken durchgespült und regelmäßig gründlich gereinigt werden. Und mit Karaffe bekommst du ein gutes Gerät schon deutlich günstiger.

Wie viel spare ich gegenüber Kapseln?

Eine Markenkapsel kostet rund 40 Cent, eine Tasse aus dem Vollautomaten mit Bohnen, Wasser und Strom etwa 15 Cent. Trinkt ihr zwei Tassen am Tag, sind das rund 15 Euro im Monat weniger, nach Abzug von Entkalker und Reiniger rund 10 Euro. Mit günstigen Kapseln vom Discounter bleibt kaum etwas übrig. Am meisten sparst du, wenn du Kaffee unterwegs ersetzt: Ein Cappuccino im Café kostet im Schnitt fast 4 Euro. Was es bei dir ausmacht, zeigt der Rechner.

Lohnt er sich auch gegenüber Filterkaffee?

Beim Geld ehrlicherweise nicht. Filterkaffee ist laut Stiftung Warentest die günstigste Art, Kaffee zu machen, auch weil die Maschine wenig kostet. Ein Vollautomat rechnet sich laut Warentest erst, wenn viel Kaffee getrunken wird. Dafür mahlt er jede Tasse frisch und macht dir Espresso und Cappuccino auf Knopfdruck.

Wie viel Arbeit macht die Pflege?

Jeden Tag leerst du den Kaffeesatz und die Tropfschale, viele Geräte melden sich, wenn es so weit ist. Nach Milchgetränken spülst du das Milchsystem, bei vielen Geräten per Knopfdruck, die Siemens macht es selbstständig. Die Karaffe nimmst du regelmäßig auseinander und spülst sie, für den Schlauch gibt es ein Reinigungsprogramm. Einmal pro Woche nimmst du die Brühgruppe heraus und spülst sie unter fließendem Wasser ab, ohne Spülmittel. Das geht bei allen Geräten hier. Entkalken musst du, wenn das Gerät es anzeigt. Für Entkalker, Reiniger und Wasserfilter rechnest du grob mit 30 bis 120 Euro im Jahr.

Muss ich entkalken?

Ja. Stell beim Einrichten die Wasserhärte ein, ein Teststreifen liegt meist bei. Dann zeigt dir das Gerät rechtzeitig an, wann es Zeit ist. Mit einem Wasserfilter musst du laut den Herstellern seltener entkalken. Nimm ein Mittel, das der Hersteller für dein Gerät empfiehlt. Stiftung Warentest rät zu Entkalkern ohne Sulfamidsäure, weil sie Wasserlebewesen schadet.

Welche Bohnen passen?

Espresso- oder Crema-Bohnen, je nachdem, was dir schmeckt. Nimm keine karamellisierten oder aromatisierten Bohnen: Laut De'Longhi können sie das Mahlwerk verkleben. Auch sehr ölige Bohnen sind nichts: Laut Siemens rutschen sie nicht richtig ins Mahlwerk.

Warum sind alle Geräte mit Karaffe von De'Longhi?

Weil sie bei Stiftung Warentest in ihrer Preisklasse am besten abschnitten: Die Magnifica Start ist eines der günstigsten guten Geräte, die Magnifica Evo Next landete 2025 knapp hinter den Testsiegern, und die Eletta Explore ist aktueller Testsieger. Auch Philips baut mit LatteGo eine Karaffe, die du ansteckst und ganz ohne Schlauch schnell abspülst. Beim getesteten Philips 5500 schmeckten Espresso und Cappuccino im Test 2024 aber nur mittelmäßig.

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