Schlauch oder Karaffe: Was passt zu mir?
Gut können beide: Bei Stiftung Warentest gab es mit beiden Systemen Testsieger, 2025 die Nivona mit Schlauch und 2026 die Eletta Explore mit Karaffe. Der Unterschied liegt im Alltag. Die Karaffe füllst du, stellst sie danach mit der Restmilch in den Kühlschrank und spülst sie regelmäßig. Das lohnt sich vor allem, wenn ihr viel Milchkaffee trinkt. Ich habe zum Beispiel mit der De'Longhi Dynamica Plus, die eine Karaffe hat, gute Erfahrungen gemacht. Trinkst du nur ab und zu einen Milchkaffee, ist der Schlauch besser: Du steckst ihn in die Milchpackung und füllst nichts um. Dafür muss er nach Milchgetränken durchgespült und regelmäßig gründlich gereinigt werden. Und mit Karaffe bekommst du ein gutes Gerät schon deutlich günstiger.
Wie viel spare ich gegenüber Kapseln?
Eine Markenkapsel kostet rund 40 Cent, eine Tasse aus dem Vollautomaten mit Bohnen, Wasser und Strom etwa 15 Cent. Trinkt ihr zwei Tassen am Tag, sind das rund 15 Euro im Monat weniger, nach Abzug von Entkalker und Reiniger rund 10 Euro. Mit günstigen Kapseln vom Discounter bleibt kaum etwas übrig. Am meisten sparst du, wenn du Kaffee unterwegs ersetzt: Ein Cappuccino im Café kostet im Schnitt fast 4 Euro. Was es bei dir ausmacht, zeigt der Rechner.
Lohnt er sich auch gegenüber Filterkaffee?
Beim Geld ehrlicherweise nicht. Filterkaffee ist laut Stiftung Warentest die günstigste Art, Kaffee zu machen, auch weil die Maschine wenig kostet. Ein Vollautomat rechnet sich laut Warentest erst, wenn viel Kaffee getrunken wird. Dafür mahlt er jede Tasse frisch und macht dir Espresso und Cappuccino auf Knopfdruck.
Wie viel Arbeit macht die Pflege?
Jeden Tag leerst du den Kaffeesatz und die Tropfschale, viele Geräte melden sich, wenn es so weit ist. Nach Milchgetränken spülst du das Milchsystem, bei vielen Geräten per Knopfdruck, die Siemens macht es selbstständig. Die Karaffe nimmst du regelmäßig auseinander und spülst sie, für den Schlauch gibt es ein Reinigungsprogramm. Einmal pro Woche nimmst du die Brühgruppe heraus und spülst sie unter fließendem Wasser ab, ohne Spülmittel. Das geht bei allen Geräten hier. Entkalken musst du, wenn das Gerät es anzeigt. Für Entkalker, Reiniger und Wasserfilter rechnest du grob mit 30 bis 120 Euro im Jahr.
Muss ich entkalken?
Ja. Stell beim Einrichten die Wasserhärte ein, ein Teststreifen liegt meist bei. Dann zeigt dir das Gerät rechtzeitig an, wann es Zeit ist. Mit einem Wasserfilter musst du laut den Herstellern seltener entkalken. Nimm ein Mittel, das der Hersteller für dein Gerät empfiehlt. Stiftung Warentest rät zu Entkalkern ohne Sulfamidsäure, weil sie Wasserlebewesen schadet.
Welche Bohnen passen?
Espresso- oder Crema-Bohnen, je nachdem, was dir schmeckt. Nimm keine karamellisierten oder aromatisierten Bohnen: Laut De'Longhi können sie das Mahlwerk verkleben. Auch sehr ölige Bohnen sind nichts: Laut Siemens rutschen sie nicht richtig ins Mahlwerk.
Warum sind alle Geräte mit Karaffe von De'Longhi?
Weil sie bei Stiftung Warentest in ihrer Preisklasse am besten abschnitten: Die Magnifica Start ist eines der günstigsten guten Geräte, die Magnifica Evo Next landete 2025 knapp hinter den Testsiegern, und die Eletta Explore ist aktueller Testsieger. Auch Philips baut mit LatteGo eine Karaffe, die du ansteckst und ganz ohne Schlauch schnell abspülst. Beim getesteten Philips 5500 schmeckten Espresso und Cappuccino im Test 2024 aber nur mittelmäßig.